Gestaltungssatzung für Seligenstadt soll „Stadtbildzerstörung“ bremsen

Für die kommende Stadtverordnetenversammlung im März hat die Fraktion der Grünen einen Antrag eingebracht, in dem der Magistrat aufgefordert werden soll, eine Gestaltungssatzung für die Stadt Seligenstadt zu erarbeiten und vorzulegen. Die Gestaltungssatzung soll den im städtebaulichen Rahmenplan getroffenen Empfehlungen der Planungsgruppe Darmstadt (siehe Homepage der Stadt) folgen. Dabei sollen die Bürger vollumfänglich beteiligt und frühzeitig eingebunden werden.

B90/Die Grünen begründen ihren Antrag mit der Erfahrung der letzten Jahre, dass dieses Thema der innerstädtische Nachverdichtung ein hohes Konfliktpotential birgt. Als Beleg dafür betrachten sie die Entstehung des Begriffs „Stadtbildzerstörung“.Es ist das Ziel dieses Antrages, so Fraktionssprecherin Natascha Maldener-Kowolik, „einerseits den historischen Baubestand – über die Altstadt hinaus – und das gewachsene Ortsbild baugebiets- und regionaltypisch zu erhalten und andererseits Regelungen für eine maßvolle Nachverdichtung bzw. wünschenswerte Modernisierungen zu treffen.“

Dabei ist das Instrumentarium einer Gestaltungssatzung sehr gut geeignet, unterhalb der Schwelle teurer Bebauungspläne, sehr hohe Hürden gegen einen weiteren ungebremsten Wildwuchs bei der Bebauung zu errichten. Dazu fordert Gunter Gödecke, ebenfalls Fraktionssprecher der Grünen im Zusammenhang mit dem Antrag: „Wir müssen endlich mehr Gestaltungswillen für ein qualitätsvolleres Erscheinungsbild unserer Stadtbereiche auch außerhalb der historischen Altstadt zeigen und durchsetzen.“

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