Schulstraße soll Fahrradstraße werden

Die Seligenstädter Grünen fordern die Einrichtung einer Fahrradstraße in der Froschhäuser Schulstraße und im weiteren Verlauf in der Kopernikusstraße. Fahrradstraßen sind Straßen, die dem Radverkehr Vorrang einräumen, den Autoverkehr jedoch nicht grundsätzlich ausschließen. Hintergrund ist die geplante Sanierung der Froschhäuser Schulstraße und die damit verbundene Sorge, diese könnte zukünftig als Ausweichroute für den Durchgangsverkehr durch Froschhausen genutzt werden. „Fahrradstraßen können den Radverkehr bündeln, beschleunigen und komfortabel machen – und das bei einer sehr hohen Verkehrssicherheit und überschaubaren Kosten. Durch die Einrichtung von Fahrradstraßen können, besonders innerorts, Anreize geschaffen werden, das Fahrrad anstelle des Autos zu verwenden. Über 80% der Menschen in Deutschland wünschen sich weniger Auto- und mehr Radverkehr, genau da setzt unser Antrag an.“, erklärt Frank Raupach, stellvertretender Sprecher der Fraktion und Leiter des Arbeitskreis Mobilität der Seligenstädter Grünen. Die Schulstraße ist durch ihre Lage am Feldrand und mit der ansässigen Grundschule und der Kita eine per se stark vom Radverkehr genutzte Strecke. Nina Streib aus Froschhausen und Mitglied für die Grünen im Kreistag des Landkreis Offenbach meint: „Die Nutzung der Offenbacher Landstraße bzw. Seligenstädter Landstraße ist durch den starken Verkehr und die vorhandenen Engstellen für Radfahrer oftmals unattraktiv und gefährlich. Dies gilt umso mehr für Kinder. Aus diesem Grund nutzen viele Radfahrer lieber die Schulstraße und Kopernikusstraße als sichere Alternative. Auch für die Anwohner kann die Einrichtung einer Fahrradstraße nur von Vorteil sein. Sie können noch mit dem Auto zu ihren Grundstücken gelangen, profitieren aber gleichzeitig von einer ruhigeren und sichereren Wohnumgebung. Und Kinder gelangen sicher zur Schule und in den Kindergarten.“ Im aktuellen Radverkehrsnetz des Landkreises Offenbach sind Schulstraße, Kopernikusstraße und Friedhofstraße bereits als Radstrecken auf öffentlicher Straße ausgewiesen. Insbesondere im Hinblick auf den bereits geplanten Radweg Froschhausen – Weiskirchen –Tannenmühlkreisel, wäre diese Route eine, geradezu ideale Anbindung. Die Entwicklung des Radverkehrs als vorherrschende Verkehrsart, ist somit durchaus zu erwarten, sowohl als Schul-wie auch als Freizeitroute. Belastbarte Erschließungs- oder Hauptverkehrsstraßen für den Kfz-Verkehr sind vorhanden. Eine Anbindung der Friedhofstraße als Verbindung zum Radweg nach Weiskirchen könnte sofort oder auch nach Abschluss der Sanierung erfolgen. Die Förderung des Radverkehrs ist Teil der Verkehrswende und daher auch eine konsequente Investition in Umwelt-und Klimaschutz.

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