Neujahrsempfang mit Tarek Al-Wazir und Prof. Dr. Jürgen Follmann
Mit einem gut besuchten Neujahrsempfang im Winterrefektorium des Seligenstädter Klosters haben die Ortsverbände Seligenstadt und Mainhausen von Bündnis 90/Die Grünen das Kommunalwahljahr 2026 eingeläutet. Rund 100 Gäste, darunter viele Kandidatinnen und Kandidaten für die anstehenden Wahlen sowie die Ehrengäste Tarek Al-Wazir, Bundestagsabgeordneter und ehemaliger hessischer Verkehrs-minister, und Prof. Dr. Jürgen Follmann, Verkehrsexperte der Hochschule Darmstadt, diskutierten über die Zukunft der Region und die drängenden Themen der Verkehrswende.
In ihren Redebeiträgen betonten Karsten Fetzer (Ortsvorsitzender Seligenstadt), Silke Rückert (Spitzenkandidatin Seligenstadt) und Gabi Hug (Spitzenkandidatin Mainhausen) die Notwendigkeit einer gestaltenden Kommunalpolitik. „Unsere Kommunen brauchen mehr als Verwaltung – sie brauchen mutige Lösungen für soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und generationengerechtes Wohnen“, so Fetzer. Hug verwies auf den Erfolg des noch jungen Ortsverbandes Mainhausen, der 2021 auf Anhieb zweitstärkste Fraktion wurde: „Mit frischen Ideen wollen wir diese Position halten und unsere Gemeinde weiter aktiv mitgestalten.“ Rückert unterstrich: „Mit Haltung und Herz für Seligenstadt übernehmen wir Verantwortung, um vertrauensvolle, enkelgerechte Lösungen für die anstehenden Veränderungen und großen Herausforderungen zu finden.“


Im Mittelpunkt des Abends stand ein Podiumsgespräch zur Verkehrswende, moderiert von Frank Raupach (Co-Fraktionsvorsitzender Seligenstadt). Al-Wazir und Follmann waren sich einig, dass zwar Fortschritte erzielt wurden – etwa durch den Ausbau des ÖPNV im Rhein-Main-Gebiet –, doch der politische Wille für Tempo und Mut bei der Umsetzung fehle oft. „On-Demand-Verkehre wie der Hopper und autonome Lösungen werden für die Anbindung ländlicher Räume entscheidend sein“, sagte Al-Wazir. Follmann lobte Seligenstadts frühe Ansätze wie Radverkehrskonzepte und Minikreisel, kritisierte aber: „Es mangelt an Konsequenz und Mut. Wir wissen, was funktioniert – jetzt muss es auch umgesetzt werden.“
Die Veranstaltung machte deutlich: Die Grünen in der Region gehen mit klaren Zielen und einem starken Team ins Wahljahr. „2026 wird ein Jahr der Weichenstellungen – für klimagerechte Mobilität, bezahlbaren Wohnraum und eine lebendige Demokratie vor Ort“, so das Fazit der Veranstalter:innen.


