Tempo 30 in Froschhausen ist ein Gewinn für Lebensqualität und Verkehrssicherheit

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in der Stadtverordnetenversammlung Seligenstadt begrüßt die Einführung von Tempo 30 auf der gesamten Ortsdurchfahrt von Froschhausen.

„Die neue Regelung ist ein wichtiger Schritt für mehr Lebensqualität, weniger Verkehrslärm und eine höhere Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Dass die Geschwindigkeitsbegrenzung nun auf der gesamten Ortsdurchfahrt gilt, sorgt zudem für eine klare und nachvollziehbare Regelung“, erklärt der verkehrspolitische Sprecher und Co-Fraktionsvorsitzende, Frank Raupach.

Die Grünen danken dem Ersten Stadtrat Oliver Steidl für die Umsetzung der Maßnahme. „Wir freuen uns, dass diese Verbesserung nun verwirklicht werden konnte. Der Erste Stadtrat hat die Einführung konsequent vorangetrieben und damit einen wichtigen Beitrag zum Lärmschutz und zur Verkehrssicherheit geleistet.“

Die Fraktion sieht sich durch die Entscheidung auch in ihrer langjährigen verkehrspolitischen Arbeit bestätigt. Bereits im Januar 2023 hatten die Grünen beantragt, dass Seligenstadt der Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“ beitritt, um sich gemeinsam mit anderen Kommunen für mehr kommunale Handlungsspielräume bei Temporegelungen einzusetzen. Im Februar 2023 folgte ein Antrag zur Verkehrsberuhigung der Würzburger Straße, im Januar 2025 ein weiterer Antrag zur Verkehrsberuhigung der Aschaffenburger Straße. Alle drei Anträge wurden von der damaligen Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.

„Umso mehr freuen wir uns, dass sich nun zeigt, wie sinnvoll und wirkungsvoll Geschwindigkeitsreduzierungen sein können. Die Einführung von Tempo 30 in Froschhausen bestätigt unsere Überzeugung, dass Verkehrsberuhigung ein wichtiger Baustein für lebenswerte Städte ist.“, so die Co-Fraktionsvorsitzende Silke Rückert.

Aus Sicht der Grünen sollte die Entwicklung jedoch nicht an der Ortsdurchfahrt und den Nebenstraßen enden. Die Fraktion regt an, zeitnah auch die Gewerbegebiete Am Reitpfad, Sandborn und Stehnweg auf Tempo 30 zu prüfen

Im Gewerbegebiet Am Reitpfad befinden sich unter anderem ein Hotel sowie eine Tagesklinik, wodurch regelmäßig ein erhöhtes Verkehrsaufkommen mit unterschiedlichen Verkehrsteilnehmern entsteht. Im Bereich Sandborn teilen sich Radfahrende auf dem Weg in Richtung Rodgau und zu den Vereinsgeländen die Verkehrsflächen mit dem PKW- und LKW-Verkehr. Und auch der Stehnweg ist mit dem Restaurant sowie dem dortigen Fuß- und Radverkehr ein Bereich, in dem eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit aus Sicht der Grünen sinnvoll wäre.

„Tempo 30 erhöht nicht nur die Sicherheit für Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Es trägt auch zu einem ruhigeren Verkehrsablauf, weniger Lärm und einer höheren Aufenthaltsqualität bei. Die positiven Erfahrungen aus Froschhausen sollten deshalb Anlass sein, weitere geeignete Bereiche in Seligenstadt zu prüfen und dort, wo es sinnvoll ist, ebenfalls Tempo 30 einzuführen“, so die Grünen abschließend.

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